Neues aus dem Zuchtamt:

Keine Anerkennung der RKZB-Stammbäume mehr!

Auf der Mitgliederversammlung 2016 wurde beschlossen, daß der CF die Stammbäume des RKZB nicht mehr anerkennt!

Begründung:
Wissentliche Nichteinhaltung und Unterwanderung gültiger Standards!

Der Verein stellt wissentlich und mit Absicht Stammbäume für Katzen aus die nicht(!) dem Standard der jeweiligen Rasse (in diesem Fall Maine Coon und Türkisch Angora) entsprechen.
Es werden wissentlich Stammbäume für Point-Tiere und Point-Träger ausgestellt und diese auch wissentlich in Zuchten abgegeben. Solche Tiere müssten korrekter Weise sofort aus der Zucht genommen und kastriert werden. Für beide Rassen gilt ein fester Standard der das Point aus gutem Grund verbietet (Schutz und Erhaltung der Rassen in ihrer ursprünglichen Form. Die Maine Coon z.B. ist eine Naturrasse und eine reine Erhaltungszucht - keine Farbzucht). Doch das ganze wird als Zuchtprogramm zur Anerkennung der Farbe Point bei diesen beiden Rassen deklariert. Ein solches  Zuchtprogramm existiert jedoch nicht und ist auch in keinster Weise offiziell abgesegnet. Der gültige Standard wird dadurch aber auf unseriöse Weise unterlaufen und geschädigt. Dieses Verhalten schadet der Rasse und verstößt gegen alle Grundsätze einer sauberen und seriösen Zucht.

Ebenso stellt der Verein für die „Rasse" Renegade (Kreuzung aus Bengal und Maine Coon)  Stammbäume aus und gibt sie als Zuchttiere ab. Auch dieses wieder deklariert als ein Zuchtprogramm, welches es offiziell ebenfalls nicht gibt und die Rasse Renegade selbst ist als Rasse nirgendwo anerkannt. Auch dies verstößt gegen alle Grundsätze der seriösen Zucht.

 

Änderung Zuchtrichtlinie 2006

 

Mit der Veröffentlichung  der 2. Ausgabe der Cats First! Postille Anfang August 2006 wurde eine neue Bestimmung in den Zuchtrichtlinien gültig:

Aufgrund der Vorgaben der Vollversammlung zum Antrag von Frau Kulbida hat der Zuchtausschuß Änderungen der Zuchtrichtlinien erarbeitet, die vom Vorstand in leicht geänderter Form verabschiedet worden sind.

Hintergrund der Änderung ist die Tatsache, daß von verschiedenen Vereinen Stammbäume ausgestellt worden sind, in denen Tiere als „Foundation" bezeichnet werden (ohne Angabe von Elterntieren), von denen aber bekannt ist, daß sie aus bestimmten Zuchtlinien stammen. Außerdem sind von verschiedenen Vereinen Tiere als Zuchttiere anerkannt worden, die auf einer Ausstellung durch eine Rassebestimmung einer Rasse zugeordnet wurden, obwohl sie bekanntermaßen Hybriden aus einer nicht genehmigungsfähigen Verpaarung sind. Hierbei handelt es sich üblicherweise um Tiere, die einer Waldkatzenrasse zugeschlagen werden. Insoweit betrifft diese Änderung hauptsächlich die Züchter der Rassen Maine Coon, Norwegische Waldkatze und Sibirische Katze.

Der §3.1 ,,Zulassung zur Zucht/Allgemeines" wurde um Bestimmungen zu Foundation-Tieren und Tieren mit Stammbäumen anderer Vereine erweitert. Er lautet nun:

§3.1 Allgemeines

Uneingeschränkt zur Zucht zugelassen sind nur Tiere, die im Zuchtbuch des Cats First! e.V. oder eines anderen Vereins geführt werden. Tiere mit Stammbäumen aus anderen Vereinen werden durch den Zuchtamtsvorsitzenden geprüft. Tiere mit Rassebestimmung für eine Rasse mit geschlossenem Zuchtbuch sind von der Zucht ausgeschlossen.

Der Züchter im Cats First! e.V. verpflichtet sich, nur mit standardgerechten Tieren zu züchten. Deshalb entfällt der übliche Nachweis der Zuchttauglichkeit durch die Formnote „Vorzüglich" bei einer Ausstellung. Bei sog. „Foundation"-Tieren obliegt es dem Zuchtamtsvorsitzenden, die Zuchttauglichkeit festzustellen.

In Zweifelsfällen gibt ein Rassebeauftragter eine Expertise über die Zuchttauglichkeit des betreffenden Tieres ab. Er kann auch ein Zuchtverbot für einzelne Tiere empfehlen, das vom Zuchtamtsvorsitzenden dann förmlich ausgesprochen wird. Rassebeauftragte werden vom Zuchtamtsvorsitzenden bestimmt und vom Zucht-Ausschuß bestätigt.

Im Stammbaum von Jungtieren, die aus einer mit Zuchtverbot belegten Verpaarung entstammen, wird „Zur Zucht nicht zugelassen" vermerkt. Bei Würfen aus nicht zugelassenen Hybriden wird die Rasse als „andere Kurzhaar", „andere Halblanghaar" oder andere „Langhaar" eingetragen.

Diese Änderungen der Zuchtrichtlinien sind nach der Satzung 14 Tage nach dieser Veröffentlichung wirksam.



Harald Wehner, Zuchtamtsvorsitzender

06.08.2006

 

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